Rita Schwarzelühr-Sutter, MdB, SPD
Sehr geehrter Herr Präsident! Liebe Kolleginnen und
Kollegen! Ich bin froh, dass wir uns einig sind, dass
Elektromobilität nicht mehr nur eine Vision oder ein
Ausweg aus einer Struktur- und Wirtschaftskrise ist,
sondern dass wir wirklich auf dem Weg sind, sie in unseren
Alltag zu integrieren. Wir haben gute – ich sage sogar:
beste – Autos in Deutschland. Ich bin davon überzeugt,
dass wir im Jahre 2020 eines der besten Elektroautos
anbieten können.
Lieber Kollege Friedrich, im Jahre 1991 sind Sie
bereits mit einem Elektroauto gefahren. Da ihr so lange an
der Regierung wart, frage ich mich wirklich, warum es
so lange gedauert hat und wir erst heute ein Elektroauto
auf dem Markt haben.
Ich bin froh, dass die Bundesregierung jetzt 500
Millionen Euro zur Verfügung stellt und auch schon vorher im
Rahmen des Nationalen Innovationsprogramms
Wasserstoff- und Brennstoffzellentechnologie 500 Millionen
Euro zur Verfügung gestellt hat. Es ist wichtig, dass
Forschung und Innovation in Gang kommen.
Die bloße Kennzeichnung von Elektroautos, die sowieso
eine grüne Plakette bekommen, löst keine Innovationen
aus. Wir aber brauchen Innovationen. Schon heute
umfasst der Markt von Produkten und Dienstleistungen im
Zusammenhang mit nachhaltiger Mobilität weltweit180 Milliarden Euro, ganz abgesehen von den
Arbeitsplätzen, die in diesem Bereich schon existieren bzw.
noch geschaffen werden. Auch vor dem Hintergrund der
Debatte um CO2-Emissionen bieten Elektrofahrzeuge
eine große Chance, da sie helfen, die Emissionen von
CO2 sowie die Lärm- und Schadstoffemissionen in
Metropolen zu reduzieren. Es gibt ja heutzutage ein
Akzeptanzproblem von Verkehr aufgrund der
Lärmbelästigung.
Ein Nullemissionsfahrzeug, das wir anstreben, ist nur
möglich, wenn es durch erneuerbare Energien
angetrieben wird. Die FDP dagegen stellt die
Versorgungssicherheit in den Vordergrund und versucht, nicht nur die Tür
für längere Laufzeiten von AKWs, sondern gleich für
den Neubau von AKWs aufzustoßen. Das ist nicht der
Weg, den wir gehen wollen. Wir wollen ein
Nullemissionsfahrzeug. Das geht nur auf Basis erneuerbarer
Energien.
Dass endlich Bewegung in den Bereich
Elektrofahrzeuge gekommen ist, liegt daran, dass die Industrie bei
der Entwicklung der Batterietechnik Fortschritte erzielt
hat. So rasant wie in den letzten zwei, drei Jahren ging es
schon lange nicht mehr voran. Es ist auch ein Vorteil,
dass hier zwei Branchen zusammenkommen, nämlich
die Automobilindustrie und die
Energieversorgungswirtschaft. Zwischen beiden sind noch Fragen zu klären. Ich
nenne die Stichworte Schnittstellen und
Standardisierungen. Es gibt auch unterschiedliche Modelle. Ein Modell
wäre zum Beispiel, dass man nicht ein komplettes
Elektrofahrzeug mit Batterie kauft, sondern nur das Fahrzeug
kauft und die Batterie mietet. All das sind mögliche
Geschäftsmodelle. Diese Geschäftsmodelle sind zugleich
Zukunftsmodelle und eröffnen einen riesigen Markt.
Ein französischer Hersteller möchte schon 2012
Elektrofahrzeuge zu einem Preis von 12 000 bis 14 000 Euro
anbieten. Ich bin überzeugt, dass unsere Industrie da
mithält und insbesondere für den Stadtverkehr
Elektrofahrzeuge zur Verfügung stellt. Ich bin gestern zum ersten
Mal mit dem E-Mini hier in Berlin gefahren. Das ist
tatsächlich ein tolles Fahrgefühl. Man gleitet förmlich mit
einem solchen Fahrzeug durch den Verkehr. Es ist leise
und verhält sich beim Gasgeben nicht wie ein
Autoskooter, sondern wie ein schnelles, spritziges Auto.
Ich bin überzeugt, wenn das Fahrzeugkonzept noch
weiterentwickelt wird und ausgereift ist – im Moment sind
die Batterien sehr groß; es gibt keinen Platz, um zum
Beispiel einen Kinderwagen mitzunehmen –, bietet es
eine gute Möglichkeit, um in Städten mobil zu sein. Das
wäre ein Baustein für nachhaltige Mobilität in den
Städten. Gerade die Verknüpfung zwischen ÖPNV,
entsprechenden Elektrofahrzeugen und Fahrrädern bietet die
Chance, bis zum Jahr 2020 zu emissionsfreiem Verkehr
in den Städten zu kommen.
Heute schon erbringen zum Beispiel einige
Kurierdienste in Hamburg ihre Dienstleistungen mit Elektro-
Rita Schwarzelühr-Sutterfahrzeugen. Das zeigt, diese Fahrzeuge sind im
Kommen. Es gibt hier einen riesigen Markt. Auch angesichts
der Nachfrage bei den Pilotprojekten in den
Modellregionen kann ich nur sagen: Endlich haben wir den
Durchbruch geschafft. Endlich wird auch das
Elektrofahrzeug von seinem Image her als zukünftiger Ersatz
für das Auto in der Stadt akzeptiert.
Die genannten Kriterien – Unabhängigkeit vom Öl,
keine Feinstaub-, SOx- und CO2-Emissionen, effiziente
Energienutzung, Nutzung von erneuerbaren Energien –
machen dieses Konzept eigentlich zur Nummer eins. Wir
wollen, dass unsere deutsche Automobilindustrie mit
einem solchen Konzept im Wettbewerb auf dem
weltweiten Markt der Elektromobilität besteht und vielleicht
auch in diesem Bereich zur Nummer eins wird.
Herzlichen Dank.
Vizepräsident Dr. h. c. Wolfgang Thierse:
Als letztem Redner zu diesem Tagesordnungspunkt
erteile ich Kollegen Volkmar Vogel von der CDU/CSU-
Fraktion das Wort.
Kollegen! Ich bin froh, dass wir uns einig sind, dass
Elektromobilität nicht mehr nur eine Vision oder ein
Ausweg aus einer Struktur- und Wirtschaftskrise ist,
sondern dass wir wirklich auf dem Weg sind, sie in unseren
Alltag zu integrieren. Wir haben gute – ich sage sogar:
beste – Autos in Deutschland. Ich bin davon überzeugt,
dass wir im Jahre 2020 eines der besten Elektroautos
anbieten können.
Lieber Kollege Friedrich, im Jahre 1991 sind Sie
bereits mit einem Elektroauto gefahren. Da ihr so lange an
der Regierung wart, frage ich mich wirklich, warum es
so lange gedauert hat und wir erst heute ein Elektroauto
auf dem Markt haben.
Ich bin froh, dass die Bundesregierung jetzt 500
Millionen Euro zur Verfügung stellt und auch schon vorher im
Rahmen des Nationalen Innovationsprogramms
Wasserstoff- und Brennstoffzellentechnologie 500 Millionen
Euro zur Verfügung gestellt hat. Es ist wichtig, dass
Forschung und Innovation in Gang kommen.
Die bloße Kennzeichnung von Elektroautos, die sowieso
eine grüne Plakette bekommen, löst keine Innovationen
aus. Wir aber brauchen Innovationen. Schon heute
umfasst der Markt von Produkten und Dienstleistungen im
Zusammenhang mit nachhaltiger Mobilität weltweit180 Milliarden Euro, ganz abgesehen von den
Arbeitsplätzen, die in diesem Bereich schon existieren bzw.
noch geschaffen werden. Auch vor dem Hintergrund der
Debatte um CO2-Emissionen bieten Elektrofahrzeuge
eine große Chance, da sie helfen, die Emissionen von
CO2 sowie die Lärm- und Schadstoffemissionen in
Metropolen zu reduzieren. Es gibt ja heutzutage ein
Akzeptanzproblem von Verkehr aufgrund der
Lärmbelästigung.
Ein Nullemissionsfahrzeug, das wir anstreben, ist nur
möglich, wenn es durch erneuerbare Energien
angetrieben wird. Die FDP dagegen stellt die
Versorgungssicherheit in den Vordergrund und versucht, nicht nur die Tür
für längere Laufzeiten von AKWs, sondern gleich für
den Neubau von AKWs aufzustoßen. Das ist nicht der
Weg, den wir gehen wollen. Wir wollen ein
Nullemissionsfahrzeug. Das geht nur auf Basis erneuerbarer
Energien.
Dass endlich Bewegung in den Bereich
Elektrofahrzeuge gekommen ist, liegt daran, dass die Industrie bei
der Entwicklung der Batterietechnik Fortschritte erzielt
hat. So rasant wie in den letzten zwei, drei Jahren ging es
schon lange nicht mehr voran. Es ist auch ein Vorteil,
dass hier zwei Branchen zusammenkommen, nämlich
die Automobilindustrie und die
Energieversorgungswirtschaft. Zwischen beiden sind noch Fragen zu klären. Ich
nenne die Stichworte Schnittstellen und
Standardisierungen. Es gibt auch unterschiedliche Modelle. Ein Modell
wäre zum Beispiel, dass man nicht ein komplettes
Elektrofahrzeug mit Batterie kauft, sondern nur das Fahrzeug
kauft und die Batterie mietet. All das sind mögliche
Geschäftsmodelle. Diese Geschäftsmodelle sind zugleich
Zukunftsmodelle und eröffnen einen riesigen Markt.
Ein französischer Hersteller möchte schon 2012
Elektrofahrzeuge zu einem Preis von 12 000 bis 14 000 Euro
anbieten. Ich bin überzeugt, dass unsere Industrie da
mithält und insbesondere für den Stadtverkehr
Elektrofahrzeuge zur Verfügung stellt. Ich bin gestern zum ersten
Mal mit dem E-Mini hier in Berlin gefahren. Das ist
tatsächlich ein tolles Fahrgefühl. Man gleitet förmlich mit
einem solchen Fahrzeug durch den Verkehr. Es ist leise
und verhält sich beim Gasgeben nicht wie ein
Autoskooter, sondern wie ein schnelles, spritziges Auto.
Ich bin überzeugt, wenn das Fahrzeugkonzept noch
weiterentwickelt wird und ausgereift ist – im Moment sind
die Batterien sehr groß; es gibt keinen Platz, um zum
Beispiel einen Kinderwagen mitzunehmen –, bietet es
eine gute Möglichkeit, um in Städten mobil zu sein. Das
wäre ein Baustein für nachhaltige Mobilität in den
Städten. Gerade die Verknüpfung zwischen ÖPNV,
entsprechenden Elektrofahrzeugen und Fahrrädern bietet die
Chance, bis zum Jahr 2020 zu emissionsfreiem Verkehr
in den Städten zu kommen.
Heute schon erbringen zum Beispiel einige
Kurierdienste in Hamburg ihre Dienstleistungen mit Elektro-
Rita Schwarzelühr-Sutterfahrzeugen. Das zeigt, diese Fahrzeuge sind im
Kommen. Es gibt hier einen riesigen Markt. Auch angesichts
der Nachfrage bei den Pilotprojekten in den
Modellregionen kann ich nur sagen: Endlich haben wir den
Durchbruch geschafft. Endlich wird auch das
Elektrofahrzeug von seinem Image her als zukünftiger Ersatz
für das Auto in der Stadt akzeptiert.
Die genannten Kriterien – Unabhängigkeit vom Öl,
keine Feinstaub-, SOx- und CO2-Emissionen, effiziente
Energienutzung, Nutzung von erneuerbaren Energien –
machen dieses Konzept eigentlich zur Nummer eins. Wir
wollen, dass unsere deutsche Automobilindustrie mit
einem solchen Konzept im Wettbewerb auf dem
weltweiten Markt der Elektromobilität besteht und vielleicht
auch in diesem Bereich zur Nummer eins wird.
Herzlichen Dank.
Vizepräsident Dr. h. c. Wolfgang Thierse:
Als letztem Redner zu diesem Tagesordnungspunkt
erteile ich Kollegen Volkmar Vogel von der CDU/CSU-
Fraktion das Wort.