Politics

Dr. Bernd Baumann, MdB, AfD

Frau Präsidentin! Meine Damen und Herren! Die Regierung legt heute
zwei Gesetzentwürfe vor und hat einen dritten bereits im Kabinett. Mit diesen
will sie die Einwanderung nach Deutschland noch leichter machen; es soll noch
einfacher werden, einen deutschen Pass zu erhalten. In aktuellen Umfragen lehnen
zwei Drittel der Bevölkerung das ab. Respektieren Sie das! Stoppen Sie diese
Politik!

Hunderttausende Migranten müssten schon seit Jahren Deutschland
verlassen haben, weil sie ausreisepflichtig sind. Ihre Asylgründe sind endgültig
abgelehnt, weil sie oft nur vorgetäuscht waren. Sie alle will die Ampel jetzt
nicht abschieben; sie will jetzt endgültig alle im Land behalten. Aus Illegalen
sollen Legale werdenwas für eine Verhöhnung des Rechtsstaats!

Schlimmer noch: Zehntausende Beamte mussten jahrelang an den
Asylverfahren arbeiten. Überlastete Richter, Staatsanwälte, Polizisten
verbrachten Millionen Arbeitsstunden damit. Und jetzt kommt die links-gelbe
Regierung und sagt: Interessiert uns alles gar nicht mehr!

Die Asylanten bleiben alle da. Was für eine Verachtung für die Arbeit
unserer Staatsdiener, meine Damen und Herren!

Der neue Kabinettsentwurf der Regierung geht ja noch weiter: Ausländer
müssen nicht mehr acht Jahre in Deutschland gelebt haben, bis sie den deutschen
Pass kriegen; künftig reichen fünf Jahre, in vielen Fällen sogar drei. Warum so
kurze Fristen? Weil damit auch die Syrer von 2015 schnell Deutsche werden
könnenfast 1 Million –,

dazu die Hunderttausenden Afghanen, Iraker, Marokkaner, Somalier,
Senegalesen. Alle sollen Deutsche werdender totale Ausverkauf.

Das darf doch nicht sein, meine Damen und Herren!

Um den Migranten die deutsche Staatsbürgerschaft noch schmackhafter zu
machen, dürfen sie sogar den alten Pass behalten. Doppelstaatlichkeit wird zur
Norm. Auch für Analphabeten gibt es neue Regeln für schnelle Einbürgerung.
Selbst orientalische Heiratsverhältnisse mit zahllosen Ehefrauen sind kein
Hinderungsgrund mehr.

Sämtliche Gesetze zielen in die gleiche Richtung: Alle dürfen kommen,
alle dürfen bleiben, Deutsche werden. Was für eine schreiende Einladung an die
ganze Welt! Kein anderes Land macht das so, meine Damen und Herren.

Warum also machen Sie das? Es kämen Fachkräfte, haben Sie gesagt.
Dabei belegen alle Zahlen das Gegenteil:

Fast 70 Prozent der Syrer leben von Hartz IV, auch sieben Jahre nach
ihrer Ankunft; bei Somaliern, Afghanen oder Ghanaern ist es ähnlich
dramatisch.
Also: Warum machen Sie das? „Humanitäre Gründe“, haben Sie gesagt. Wir
müssten Schutzsuchenden helfen. – Für die Ukrainer ist das richtig; da flüchten
Frauen und Kinder. Aber die meisten Migranten der letzten Jahre kamen aus dem
Orient und Afrika, vorwiegend junge Männer.

Selbst EU-Kommissarin Johansson gibt jetzt zu: Die große Mehrheit
braucht keinen Schutz; sie kommt aus wirtschaftlichen Gründen, wie zum Beispiel
Faisal S., der jüngst in der Presse sagte: Ich kam in zehn Tagen von Damaskus
nach Dresden für 6 500 Dollar. – Wörtlich sagt er weiter: „Jeder will jetzt nach
Deutschlandwenn er das Geld“ – für die Schlepper – „aufbringen kann.“ Solche
Leute kommen nach Deutschland.

Es sind allzu oft keine humanitären Gründe. Es kommen in der Masse
weder Fachkräfte noch Schutzbedürftige.

Aber die Ampelregierung öffnet weiter die Schleusen, gegen den Willen
der Deutschen: 80 Prozent fordern besseren Grenzschutz. Gehen Sie darauf ein!
Respektieren Sie das!

Es bleibt die bohrende Frage: Warum machen Sie das? Schon als
Abgeordneter im Landesparlament in Hamburg habe ich mich gewundert, als eine
Grünenabgeordnete davon redete, dass in einigen Jahren die Deutschen im eigenen
Land in der Minderheit sein werden.

Und sie ergänzte wörtlich: Das ist gut so.
Frau Göring-Eckardt, langjährige Fraktionsvorsitzende der Grünen hier
im Bundestag, sagte während der Flüchtlingsströme 2015 – ich zitiere –:
Unser Land wird sich ändern, und zwar drastisch. Ich freue mich
darauf.

Und die Chefin der Grünen Jugend spricht von einerich zitiere
ekligen weißen Mehrheitsgesellschaft“, die sie nicht mehr will.

Allein seit 2014 kamen über 8 Millionen Ausländer nach Deutschland.
Die Linken und Grünen freuen sich darüber; für sie wird hier ein Großprojekt
umgesetzt, das sie herbeisehn: eine Transformation hin zu einer ganz anderen
Republik, die alles aufzulösen droht, was wirunsere Heimatnennen, meine
Damen und Herren.

Diese Transformation ist radikaler, als es sich die meisten Bürger
überhaupt vorstellen können, und von ihr gibt es, wenn sie weitergeht, kein
Zurück mehr. Es ist die Ideologie einer anonymen, diversen Weltgesellschaft,
eine linke Utopie, eine Heilsvorstellung, deren Schlagworte lauten: „No
borders“ – keine Grenzen mehr –, „No nation“ – keine Nationen mehr, vor allem
keine Deutsche –, „One Worldmit mehr Diversity, also divers.

Alles mit allem vermengt, grenzenlos bunt, gemischt, alles erreicht
durch Grenzöffnung, Migration und anschließende Quoten, Zwangsquoten. Wir wollen
diese große Umgestaltung nicht, dieses linke Hirngespinst. Das wollen wir nicht,
und das darf es in Deutschland auch nicht geben, meine Damen und Herren.

Dieses links-grüne Experiment einer Regenbogenweltgesellschaft geht
auch noch einher mit Sprechverboten, mit Cancel Culture gegen alle Kritiker,
mittlerweile mit Verbündeten in allen gesellschaftlichen Organisationen: in
Kirchen und Schulen, in Printmedien und den Öffentlich-Rechtlichen, in Parteien
und Parlamenten, und jetzt auch noch im Sport. Die deutsche Nationalmannschaft
ist mit stundenlangen Diskussionen um einen Regenbogen am Oberarm zugrunde
gegangen. Wir wollen nicht, dass auch noch die deutsche Nation zugrunde geht,
meine Damen und Herren!

Zwei Drittel aller Menschen in Deutschland sagen, sie trauen sich
nicht mehr, offen ihre Meinung zu sagen. Uniprofessoren schreien auf, weil sie
nicht mehr frei forschen können. Schauspieler und Literaten werden öffentlich
bedrängt, sie sollen Haltung zeigen, im Sinne der Ideologie. Und über alldem
weht dann die Regenbogenflagge.

Die steht eben nicht für Rechtsstaat, die steht nicht für Freiheit und
Menschenrechte. Sie ist das linke Symbol einer diversen, bunten
Zwangsgesellschaft. Für die historisch erkämpfte Freiheit in der deutschen
Geschichte stehen nicht die Farben des linken Regenbogens; dafür stehen Schwarz,
Rot, Gold. Das sind die Farben von Freiheit und Demokratie. Das sind unsere
Farben, meine Damen und Herren!